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Reisetagebuch der Englandreise
Avebury: In Avebury bestieg ich zuerst den Sillbury-Hill. Dies ist ein
künstlicher Hügel von 40 m Höhe. Er war eingehegt, doch war kein
ausdrückliches Verbot ihn zu Besteigen angebracht. Ich umrundete ihn,
kletterte über den Hag und stieg hinauf. Ich war ganz allein. Der Himmel war
ziemlich bedeckt, aber es regnete nicht. Man hat wirklich eine ungeheure
Aussicht von dort, dh. man glaubt sich in der Mittel eines ungeheuren
Tellers bzw. einer Schale zu stehen. Es war sehr still. Nur Schafe, Krähen,
ab und zu ein Auto. Ein steter Wind blies. Ich meditierte eine Weile und
vergrub dann eine Münze. Ich betete etwa in dem Sinne, dass ich hier das
empfangen möge, was ich brauche. Dh dass ich das empfangen möge, was der Ort
mir zu geben habe und dass ich ihm gebe, was ich ihm geben könne. Ich hatte
das Gefühl einer gewissen undefinierbaren Präsenz. Während ich dort oben
stand erblickte ich plötzlich am Himmel etwas wie ein rechteckiges Fenster
durch das ein Gesicht hinunterblickte. Die Erscheinung dauerte einige
Minuten und ich konnte Sie auch mit der Videokamera festhalten.
Dann ging ich wieder hinunter und wir fuhren nach Avebury hinein. Wir
gingen zu den noch stehenden Steinen und ich berührte einige von Ihnen. Es
wollte mich dünken, als vibrierten sie bzw. als wären sie geladen. Im
zweiten Kreis, war der Platz in der Mitte, wo einst ein ganz grosser
Monolith stand durch einen Betonblock markiert. Die Energie war so stark,
dass ich das Gefühl hatte, sogar dieser Betonblock würde vibrieren,
allerdings in einer abgeschwächten und dumpfen Art und Weise. Ich lehnte an
den Stein und versuchte mich in die Anlage hineinzufühlen. Sofort hatte ich
das Gefühl mit einer Kraft im anderen Kreis in Verbindung zu stehen. Ich
glaube, dass hier an dieser Stätte ursprünglich zu gewissen Zeiten ein
Hieros-Gamos stattfand. Der Mann stand im Monolithen-Kreis, die Frau im
anderen und die beiden bewegten sich dann zuletzt in einer spiralförmigen
Prozession aufeinander zu.
Wie ich hinterher in Oxford in einem Buch über Avebury ersehen konnte,
könnte dieser Eindruck durchaus stimmen, denn dort war eine Ritzzeichnung
abgebildet, die ein nacktes Paar darstellte, welches mit ausgestreckten
Händen aufeinander zu ging. Leider hatte ich zu wenig Zeit, um mich
eingehender mit dem Ort zu beschäftigen.
Stonehenge: Stonehenge war eher eine Enttäuschung. Zwar wäre die Anlage,
wenn sie noch wie früher, frei zugänglich wäre und wenn es nicht so viele
Leute hätte, wahrscheinlich schon eindrucksvoll. Aber der Rummel ist viel
zu gross und da man nicht hinein kann, konnte ich keine ähnlichen
Untersuchungen machen, wie in Avebury. Ich spürte überhaupt nichts. Der Zaun
der um. die Anlage gebaut wurde, dürfte den Kräften sicher schaden.
(Faradeyscher Käfig!)
Salisbury: Salisbury-Kathedral war wirklich ein Erlebnis. Der freie Stand
der Kathedrale auf einer grossen Wiese und nicht wie in Frankreich meistens
mitten in den Häusern brachte die Anlage gut zur Geltung. Ich stand gerade
über dem Blind-Spring unter dem Zentrum des Turmes und die Empfindungen
waren ähnlich wie auf Silbury-Hill. Es lenkte mich aber zu viel ab, sodass
ich nicht sehr viel spüren konnte.
Glastonbury: Glastonbury war das Erlebnis dieser Reise. Dieser Ort ist
wirklich, auch heute noch, "heilig". Beim ersten Aufstieg des "Tors" spürte
ich noch nicht viel. Ich bewunderte und bestaunte nur die Aussicht. Wie
Silbury Hill aber viel grösser und weiter. Man hat wirklich das Gefühl in
einer ungeheuren Schale zu stehen.
Zwischen den beiden Hügeln steht ein altes Reservoir. Ich meinte zuerst,
dies sei die berühmte Quelle, und war entsetzt, da es innen ganz kitschig
dekoriert war, ein Coca Stand war dort und den berühmten Well konnte
ich nirgends entdecken. Ich sah dann bald, dass dieser auf der anderen
Strassenseite sein musste, fand jedoch den Eingang nicht. Wir gingen dann
die Klosterruinen anschauen, welche mich aber sonderbar "kalt" liessen.
Einzig der Hawthorn, der ein Ableger des berühmten, aus dem Stab des Josefs
von Arimathea hervorgegangenen sein soll, interessierte mich. Ich suchte
immer noch die Quelle. Schliesslich sah ich auf einer Karte, wo der Eingang
war und wir fanden ihn dann auch.
Es ist wirklich eine einzigartige Anlage. Eine schöner Garten mit Blumen,
Büschen und Bäumen, terassenförmig angelegt am Hang des Well-Hill. Dass
Wasser entsprang einem steinernen Löwen, stammt aber eigentlich aus einem
uralten steinernen Reservoir weiter hinten im Garten, das mit einem schönen
Holzdeckel mit einem schmiedeisernen "Fischauge" verziert ist.
Das Wasser ist wirklich sehr energetisch geladen. |
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